Als in den siebziger Jahren der Club of Rome das absolute Ende der Erdölreserven für das Jahr 2000 prognostizierte, jubelten die Kritiker individueller Mobilität und forderten im Kern das Ende des Automobils. Hatte doch bereits die erste Ölkrise mit autofreien Sonntagen bewiesen, dass das Ende des Autos naht. Mittlerweile schreiben wir 2011, und noch immer streiten die Gelehrten, ob der Gipfel der Erdölförderung schon erreicht oder noch zu erklimmen ist. Obwohl alle wissen, dass die Reserven letztlich wirklich endlich sind, dürfte also genug Zeit bleiben, Alternativen zu entwickeln.

Und schon wieder hat sich ein Weltuntergangsszenario zum Projekt Klimawandel in Luft aufgelöst, bei dem nun niemand mehr recht zugeben will, dafür verantwortlich zu sein. Erst vor sechs Jahren hatte eine Projektgruppe der UNO für 2010 eine Völkerwanderung biblischen Ausmaßes vorhergesehen. Bis 2010 könnten 50 Millionen Menschen wegen der Erderwärmung auf der Flucht sein, erklärten das Uno-Umweltprogramm (Unep) sowie die Universität der Vereinten Nationen (Unu) im Jahr 2005. Nichts davon ist wahr geworden. In Gegenden, denen die damalige Studie das Ende der menschlichen Besiedlung wegen Wassermangels vorhergesagt hatte, hat die Bevölkerung tatsächlich zugenommen.

Dies gilt auch für Prognosen, die den Untergang kleiner Inseln im Südpazifik vorhergesehen hatten. Auf der Südseeinsel Tuvalu hatte man sich bereits auf die Evakuierung vorbereitet, heute leben dort genauso viele Menschen glücklich und zufrieden wie vor dreißig Jahren.

Der Uno-Klimarat, der alle paar Jahre das Forschungswissen ziemlich frei interpretierend in einem Bericht zusammenfasst und dem wir die angeblich anstehenden dramatischen Auswirkungen des Klimawandels zu verdanken haben, muss sich immer wieder berichtigen. Daraus zu lernen ist seine Sache nicht. Schon wieder werden 50 Millionen Umweltflüchtlinge vorausgesagt, aber diesmal erst fürs Jahr 2020. Und mit Sicherheit wird auch die Politik diese „Studien“ wieder dazu nutzen, uns Angst zu machen und politische Programme für irgendeine Steuererhöhung durchzusetzen.

Ob E10-Superbenzin oder die Autobahnmaut, es gibt für alles eine wissenschaftliche Begründung. Wenn sich die düsteren Prognosen dann in Luft und Wohlgefallen aufgelöst haben, denkt leider niemand mehr daran, die darauf zurück zu führenden Gesetze zu ändern. So bezahlen wir heut noch dafür, dass einst der deutsche Kaiser seine Marine mit der Schaumweinsteuer zu finanzieren wusste. Die kaiserliche Marine ist Geschichte, die Sektsteuer unser ständiger Begleiter.

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